
Ein kräftiger Schubs
Der ICE sollte mich eigentlich bis nach Offenburg bringen, so war der Plan. Von dort aus wäre ich noch gemütliche 13 Kilometer mit dem Rad zu meiner Pension nach Kehl gefahren.
Ich hatte mir vorgenommen, am Nachmittag noch ein bisschen Rheinabwärts zu radeln… ankommen, orientieren.
Aber es kam anders: der Zug endete in Baden-Baden. Personenschaden hieß es. Der Bus, der als Ersatz eingesetzt wurde, nahm natürlich keine Räder mit. Hier war das Fahrrad wirklich Fluch und Segen zugleich!

Es war halb 2 Uhr nachmittags, die 60 Kilometer bis Kehl waren noch zu schaffen, was gibt’s da noch zu überlegen?
Aber es waren lange 60 Kilometer, heiß und trocken, schönste Landschaft am Rheinufer, viel Industrie, lange, einsame Strecken, Schwäne, Kormorane, Raben, Fischreiher, Störche und (kanadische?) Gänse und kaum Schatten.
Und ich war nicht darauf vorbereitet, ein kräftiger Schubs in meine Radreise, eine wunderbare Erfahrung!
Das war der erste Tag. Am zweiten kam Alexander, wir haben das Zelt aufgeschlagen… und die Welt ist wieder in Ordnung.
