Alexander ist hochzufrieden: das Fahrrad „fährt wie von selbst“! In einer kleinen Werkstatt konnte alles repariert werden.


Es wurde ein grandioser Radeltag: es war kühl und trocken, die Sonne kam immer wieder zwischen großartigen Wolkenkissen durch, erwärmte uns und beleuchtete die weite Landschaft.

Wir fuhren anfangs hart an der Kaliningrader und die zweite Hälfte des Tages an der litauischen Grenze entlang. Gute Straßen, wenig Verkehr, schönes Rauf und Runter (bis max. 6%).

Wohl wegen der Grenzlage wirkt alles verlassen und einsam. In den kleinen Dörfern sind die treuesten Bewohner die Störche, die oft in kurzen Abständen auf allen angebotenen Nestern brüten.

Die edelsten Grenzgänger sind aber ohne Zweifel die Kraniche. Wir haben etliche in den Feldern gesehen. Ein großer Schwarm ist in direkter Sichtnähe vor uns aufgestiegen und in majestätischem Flug über dem Wald verschwunden. Mit großem Getröte!

Bis kurz vor die Grenze nach Litauen sind wir gekommen. Da macht uns heute morgen Alexanders Fahrrad wieder einen Strich durch die Rechnung: das Hinterrad ist platt! Eigentlich kein Problem!

Das Loch im Schlauch war an einer schlecht zu reparierenden Stelle. Nach kurzer Zeit wurde klar, dass das Rad einen neuen Schlauch braucht.

Heute ist Sonntag und wir verbringen den Tag in und um die Truckerabsteige Malibu. Hier treffen sich LKWs aus Serbien, Aserbaidschan, Montenegro, Moldau, Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Usbekistan und natürlich Polen und Litauen.


Der Plan ist: Alexander kauft morgen früh einen neuen Schlauch in der nahegelegenen Stadt Suwałki … Vilnius muss noch ein bisschen warten! Kranich müsste man sein!