
Nach 1750 Kilometern habe ich genug. Schöne, mit Spaß zu fahrende Strecken zwischendurch ließen immer wieder hoffen, aber die überwiegend üblen Fahrbedingungen haben sich seit der polnischen Ostseeküste kein bisschen verbessert.

Ich habe keine Lust mehr auf Schieben durch den Sand oder Durchgerütteltwerden auf kurzwelliger Schotterpiste, keine Lust mehr auf Autos, die mich von der Straße drängen.

Radfahren muss Freude machen, deshalb höre ich hier auf.




Jetzt sitze ich im Bus von Kaunas nach Klaipeda, das Fahrrad im Gepäckraum und bin neugierig auf die kurische Nehrung, die ich mir nun in aller Ruhe er-fahren will – mit dem Rad und ohne Gepäck.
Und bevor ich die Fähre nach Kiel nehme, will ich unbedingt noch ausführlich in der Ostsee baden! Dafür war’s am Anfang der Reise noch zu kalt.

Alexander ist also heute morgen alleine weitergezogen, wahrscheinlich treffen wir uns nochmal in Klaipeda. Er will die Tour beenden wie geplant. Er hat eine eigene Philosophie!
