Durch alte Heimaten

Auf nach Freiburg! Gleich hinter Breisach bekomme ich heimatliche Gefühle: an jeder Kreuzung vertraute Ortsnamen, Bilder und Assoziationen aus lange vergangenen Zeiten. Ihringen, Wasenweiler, Merdingen, Opfingen, überall Spuren!

Kaiserstühler Weinanbau

Meine Familie kommt aus Freiburg, wo ich 1952 geboren bin. 1954 zogen wir in die Nähe von Köln. Für meine Mutter blieb Freiburg mit dem Schwarzwald, dem Kaiserstuhl und der Nähe zu Frankreich bis zu ihrem Tod der Sehnsuchtsort. Ich habe dann von 1971 bis 1977 dort gelebt und Musik studiert.

In meiner Erinnerung ist mir Freiburg und Umgebung soo vertraut, im Kopfkino spielen sich so viele Szenen meiner Studienzeit ab…. und jetzt fahre ich siebzigjährig mit dem Fahrrad durch die veränderten, fremden Viertel, mein Blick (ein bisschen verzweifelt) suchend nach vertrauten Namen und Ecken.

Hie und da gibt es ein Wiedererkennen, da stimmt ein altes Gefühl mit dem neuen Bild überein. So schön.

Zum Übernachten sind wir eingeladen bei meiner Freundin Ulrike in Zähringen, so ein wunderbarer Luxus!

Der Blick aus Ulrikes Haus über Freiburg. Wenn man gaanz genau hinschaut, sieht man nicht das Münster, das ist links um die Ecke!
Abschied von Freiburg. Blick vom Schlossberg

Am Sonntag fahren wir weiter, eine kurze feine Strecke bis Sulzburg. 25 Kilometer durch’s Markgräflerland… Neue Entdeckungen: die alte romanische Kirche St. Cyriak, schlicht von außen und innen, sehr behutsam restauriert. Eine Synagoge aus dem 19. Jahrhundert und ein alter jüdischer Friedhof, der mich ehrfürchtig macht.

Und abends eine Pizza bei Da Pietro. „Hier backt der Chef!“
Das alte Stadttor von Sulzburg