Nach einer wunderschönen Heimatabschiedsfahrt durch’s liebliche Markgräflerland (Staufen, sehenswert!, weckt noch viele sentimentale Erinnerungen) kommen wir nach Basel, wo Deutschland an Frankreich und die Schweiz stößt. Hier spricht eigentlich jeder alle drei Sprachen, es wird mitten im Satz geswitcht je nach dem Gegenüber. Alexander, der in Zürich aufgewachsen ist, findet seinen schwyzerdütschen Zungenschlag wieder, glücklich!

Bevor wir den Campingplatz in Kaiseraugst anfahren, besuchen wir das Vitra Design Museum. Sehr inspirierend, die Sinne schärfend. (Wenn’s nur nicht so heiß wäre!)

Zum ersten Mal treffen wir auf der Zeltwiese von Kaiseraugst jede Menge Radwanderer, die dort allein, zu zweit oder auch mit mehreren Kindern campieren. Da kommt man sofort ins Gespräch in allen Zungen, die uns zur Verfügung stehen. Wir sind immer so erstaunt, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes Gleichgesinnte kennenlernen.

…. und soo schön, wenn es sich zufällig so ergibt, dass wir sie ein zweites und sogar ein drittes Mal beim Zelten wieder treffen wie ein Paar aus Nantes in Frankreich.

Basel, was für eine großartige Stadt! Wir sind total verzückt von der Vielfalt der (wortwörtlichen) Sehenswürdigkeiten. Wo wir gehen, wo wir hinschauen: so viel Interessantes, Überraschendes und Schönes. Die Fährboote über den Rhein, die alten, mittelalterlichen Häuser mit den Namen (Zum Paradies, Zur klaren Tränke z. B. ) und dann auf der anderen Seite des Rheins ein völlig wildes Wohn- und Arbeitsprojekt zur Zwischennutzung des Hafens. Toll!

…. und natürlich das Münster!

So hat uns nun der Rhein auch wieder, oder vielleicht besser: wir haben den Rhein wieder. Denn ab jetzt werden wir ihm folgen bis zum Bodensee. Wir mäandern von der rechten auf die linke Seite des Stroms, mir wächslet von der dütsche uf d’schwyzer Site.


Am Rhein entlang zu fahren erfordert unsere ganze Kraft. Temperaturen bis 43° in der Sonne, 39° im Schatten, kräftige Anstiege, Schotterwege etc, gut zu tun! Aber immer wieder tolle Ausblicke und malerische Orte. Zwischen Eglisau und Rüdlingen leisten wir uns ein Bötchen.

Schaffhausen, der Rheinfall, ich glaube, das ist ein Ort, von dem jedes Kind (zumindest in unserer Generation) immer geträumt hat . Und es ist wirklich toll!

In Konstanz verlassen wir nun endgültig die schweizer Nähe…. was auch finanziell vorteilhaft ist: wir haben uns geweigert, Kaffee für 9,95 Chf zu trinken. Nur leider schwätzt Alexander jetzt auch kein Schwyzerdütsch mehr. So schade.